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Kreatin: Kein Wundermittel, aber Profis profitieren davon

19.2.15 13:53, kommentieren

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Kreatin: Kein Wundermittel, aber Profis können davon profitieren

Kreatin ist ein beliebtes Supplement unter Fitness- und Kraftsportlern. Es handelt sich um einen Komplex aus drei Aminosäuren, der auf natürlichem Wege im Körper gebildet wird und einen Einfluss auf das Muskelwachstum, die Regeneration und die muskuläre Energiegewinnung hat. Da Kreatin kein anaboles Steroid ist und keinen Einfluss auf den Hormonhaushalt ausübt, sind bei der Verwendung keine anabolika-typischen Nebenwirkungen zu befürchten. Als Supplement ist es in zahlreichen Funktionsnahrungsmitteln enthalten und wird auch in Pillen- oder Kapselform und in Kautabletten angeboten.

Natürliches Kreatin in Fisch und Fleisch

Natürliches Kreatin ist vor allem in Fleisch und Fisch enthalten. Hobbysportler, die keinen Hochleistungssport betreiben und nicht an Wettkämpfen teilnehmen, können ihren Kreatinbedarf in der Regel über eine ausgewogene Ernährung decken. Eine Ausnahme hiervon sind Vegetarier und Veganer. Inwiefern eine Kreatin-Supplementierung bei omnivoren Athleten im Hobbybereich sinnvoll ist, ist nach wie vor umstritten.

Wirkung und Nebenwirkungen

Im Unterschied zu vielen anderen Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler ist die Wirkung von Kreatin gut erforscht. Die derzeit vorherrschende medizinische Meinung besagt, dass eine kurzfristige Supplementierung von Kreatin in einem Zeitraum von bis zu 8 Wochen und in Mengen von etwa 20 Gramm pro Tag in der ersten Woche und drei Gramm pro Tag in der Erhaltungsphase als unbedenklich zu betrachten ist und bei Menschen, die ihre sportlichen Aktivitäten mit großem Eifer betreiben, durchaus positive Wirkungen zeitigen kann. Über die Langzeitwirkungen bzw. die möglichen Effekte einer Dauereinnahme liegt noch zu wenig belastbares Material vor, um zu deren Sinnhaftigkeit und Risikopotential eine abschließende Antwort zu geben. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass auch dies nur geringe negative Auswirkungen hat. Hinweise auf ein erhöhtes Diabetes-Risiko bei Langzeitanwendern konnten bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen, aber auch nicht ohne jeden Zweifel widerlegt werden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat anerkannt, dass eine Kreatin-Supplementierung zumindest bei Leistungssportlern zu einer Steigerung der Muskelmasse und Muskelkraft sowie der Muskelleistung führt, besonders für hochintensive, repetitive Tätigkeiten. Bei Hobby- und Freizeitsportlern scheinen die Effekte jedoch in weitaus geringerem Maße vorhanden zu sein. Einige Studien kamen zu dem Ergebnis, dass im letztgenannten Bereich keine signifikanten Vorteile zu erwarten sind.

Fazit Kreatin: Mit Einschränkungen zu empfehlen

Fakt ist: Kreatin kann aus einem Spargeltarzan keinen Herkules machen. Die Marketing-Aussagen der Supplement-Industrie, die gewaltige Leistungssprünge und einen schier unermesslichen Kraftzuwachs versprechen, sind allesamt übertrieben, zumal bei den meisten Hobbysportlern bisher kein positiver Effekt durch Kreatinsupplementierung zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. Vegetarier und Veganer, die wenig Kreatin über die Nahrung aufnehmen, können allerdings davon profitieren. Auch im Hochleistungssport konnten positive Effekte nachgewiesen werden. Evident ist, dass die auf dem Supplement-Markt angebotenen Kreatinpräparte allesamt viel zu teuer sind. Die Preise in einer Apotheke betragen meist nur ein Viertel oder ein Fünftel dessen, was man in einem Online-Shop für Nahrungsergänzungsmittel bezahlt (Apothekenpreis für 500 g reines Kreatin: ca. 2 bis 3 Euro). Zusammenfassend kommen wir zu dem Schluss, dass Kreatin unter den richtigen Voraussetzungen durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung und hartem Training sein kann, wobei jedoch die Hoffnungen derer, die auf der Suche nach einem legalen Anabolika-Ersatz sind, nicht erfüllt werden können. Zurück zur Artikel-Übersicht

19.2.15 12:30, kommentieren

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